Von Dominik von Falkenhausen · Sichtbarkeit & Relevanz · 2026-10-05

Kurz beantwortet: Klassische Suchmaschinenoptimierung und Werbung bringen Besucher auf eine Website, doch immer mehr Suchen enden ohne Klick, weil Google oder eine KI die Antwort selbst gibt. Wer in dieser Antwort nicht vorkommt, wird gar nicht erst verglichen. Dazu kommt, dass ein guter Platz oder eine Anzeige noch nicht erklärt, warum eine Patientin gerade zu Ihrer Praxis kommen soll. Beides wirkt heute nur zusammen mit Seiten, die Patientenfragen beantworten, und mit Bestätigung von außen, etwa durch Bewertungen und Erwähnungen.
Früher war der Platz bei Google das Ziel. Heute ist es der Platz in der Antwort.
Die bekannteste Messung stammt vom Analysehaus SparkToro. Es hat 2024 mit Daten des Anbieters Datos ausgewertet, wie viele Google-Suchen ohne Klick auf eine Website enden.
In der Europäischen Union waren es 59,7 Prozent, in den USA 58,5 Prozent (Quelle: SparkToro, Zero-Click Search Study, 2. Juli 2024). Mehr als jede zweite Suche endet also auf der Ergebnisseite selbst.
Seit Google eigene KI-Zusammenfassungen zeigt, verstärkt sich das. Das Pew Research Center hat im März 2025 das Suchverhalten von 900 Erwachsenen in den USA aufgezeichnet.
Stand eine KI-Zusammenfassung über den Ergebnissen, klickten sie bei 8 Prozent der Besuche auf ein klassisches Ergebnis. Ohne Zusammenfassung waren es 15 Prozent (Quelle: Pew Research Center, 22. Juli 2025).
Beide Messungen betreffen alle Themen, nicht nur Medizin, und nicht nur Deutschland. Die Richtung ist trotzdem eindeutig: Ein guter Platz bringt heute weniger Besucher als vor wenigen Jahren.
Die Herausgeberin hat diese Frage am 5. Oktober 2026 an ChatGPT, Claude und Gemini gestellt. Alle drei nannten an erster Stelle, dass immer mehr Suchen ohne Klick enden.
Meist wirken die drei Wege zusammen. Anzeigen erreichen Menschen, die jetzt suchen. Antwortseiten und Bestätigung von außen erreichen die, die erst vergleichen.
Das gilt vor allem für Praxen mit Selbstzahlerleistungen in Städten mit mehreren Anbietern, deren Patientinnen vor dem ersten Anruf ausgiebig recherchieren. Es gilt weniger für Praxen, die über Empfehlungen und Überweisungen ausgelastet sind, oder für Praxen, die in ihrer Gegend die einzigen sind.
Dort reicht oft ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil. Wer mit seinen Anzeigen gerade gute Zahlen hat, muss nichts abschalten. Die ehrliche Frage lautet nur, was übrig bleibt, wenn das Budget einmal pausiert.
Bestandsaufnahme, Woche 1. Schreiben Sie die zehn Fragen auf, die Patientinnen am Telefon am häufigsten stellen. Geben Sie dieselben Fragen mit Ihrer Stadt in Google und ChatGPT ein und notieren Sie, welche Praxen genannt werden. Ihr Beitrag: eine Stunde mit dem Empfangsteam.
Antworten schreiben, Woche 2 bis 8. Für jede Frage entsteht eine Seite, die Antwort steht ganz oben. Ihr Beitrag: ärztliche Durchsicht jeder Seite, etwa 20 Minuten je Seite.
Angaben angleichen, Woche 2 bis 4. Name, Adresse, Telefonnummer und Behandlungen müssen auf Website, Google-Unternehmensprofil und in Verzeichnissen gleich lauten. Ihr Beitrag: Zugänge heraussuchen.
Bewertungen sammeln, laufend ab Monat 1. Bitten Sie Patientinnen nach dem Kontrolltermin um eine Bewertung. Ihr Beitrag: ein fester Moment im Ablauf am Empfang.
Anzeigen neu ausrichten, ab Monat 2. Anzeigen führen auf die passende Antwortseite statt auf die Startseite. Ihr Beitrag: Freigabe der Texte.
Erste Bewertung, nach drei bis sechs Monaten. Stellen Sie dieselben zehn Fragen erneut und vergleichen Sie, wer jetzt genannt wird. Erst dann lässt sich sagen, ob der Weg trägt.
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Praxisbeispiel: Berger Aesthetic & Laser, Regensburg: Reichweite 21-fach. Interview und Einordnung.
Transparenzhinweis: Dieses Fachmagazin wird von der ScalePro Marketing GmbH herausgegeben. Die hier gezeigten Praxen sind Kunden des ScaleBeauty Systems. Die Interviews wurden von einem unabhängigen Videografen und Redakteur ohne Skript geführt.
Individuelle Ergebnisse. Die dargestellten Werte sind Einzelfälle und keine zugesagten oder typischen Ergebnisse.
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