Von Dominik von Falkenhausen · Praxis & Führung · 2026-09-07

Kurz beantwortet: Alles, was nach dem ersten Kontakt passiert: Erreichbarkeit, Antwortzeit, Empfang, Beratungsgespräch, Nachfassen und Wiederkontakt zu Bestandspatienten. Es entscheidet, wie viele Anfragen zu Terminen werden.
Es ist alles, was nach dem ersten Kontakt passiert. Hier entscheidet sich, ob aus einer Anfrage ein Termin wird – meist an der Antwortzeit.
Internes Praxismarketing umfasst alles, was Menschen erleben, nachdem sie Ihre Praxis erreicht haben: Telefon, Antwortzeiten, Empfang, Beratungsgespräch, Nachfassen und Wiederkontakt. Es entscheidet, wie viele Anfragen zu Terminen werden.
Damit ist es der Teil des Marketings mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung – und der am häufigsten übersehene. Externe Sichtbarkeit erzeugt Anfragen; intern entscheidet sich, ob daraus Umsatz wird.
Externes Marketing arbeitet vor dem ersten Kontakt: Suche, Website, Profile, Empfehlungen, Presse. Internes Marketing beginnt in der Sekunde, in der jemand anruft, schreibt oder die Tür öffnet. Beide Teile lassen sich nicht gegeneinander optimieren: Mehr Reichweite bei schlechter interner Bearbeitung erhöht nur die Zahl der Menschen, die enttäuscht abspringen.
In der Beratung sehe ich häufiger interne als externe Engpässe. Eine Praxis mit 40 Anfragen und 25 Prozent Terminquote hat kein Sichtbarkeitsproblem, sondern ein Bearbeitungsproblem.
Erstens die Erreichbarkeit: Wie viele Anrufe gehen zu Sprechzeiten verloren, und was passiert danach? Zweitens die Antwortzeit auf schriftliche Anfragen, gemessen in Stunden, nicht in Tagen. Drittens die Qualität des Erstkontakts: Wer fragt was, in welcher Reihenfolge, und wird ein Termin aktiv angeboten?
Viertens das Beratungsgespräch mit einer festen Struktur, damit nicht jede Beratung von der Tagesform abhängt. Fünftens das Nachfassen bei Interessenten, die sich nicht entschieden haben – hier liegt bei fast jeder Praxis der größte unbearbeitete Bestand. Sechstens der Wiederkontakt zu Bestandspatienten, deren Behandlung nach einem bekannten Zeitraum auffrischungsfähig ist.
Der folgende Verlauf ist ein typisiertes Beispiel zur Veranschaulichung, keine Angabe zu einem konkreten Kunden. Belegte Praxisbeispiele mit Klarnamen, Ort und Video finden Sie unter „Praxisbeispiele“.
Häufiges Muster: Eine ästhetische Praxis mit drei Behandlungsräumen bekommt jeden Monat deutlich mehr Anfragen, als Termine daraus entstehen. Die Praxisleitung will das Werbebudget erhöhen. Die Messung zeigt etwas anderes: Ein Teil der Anrufe zu Sprechzeiten läuft ins Leere, ohne Rückruf, und schriftliche Anfragen werden erst am nächsten Tag beantwortet.
Drei Änderungen wirken in solchen Fällen zuverlässig: eine feste Zuständigkeit für Anfragen mit Rückruf innerhalb von zwei Stunden, ein einseitiger Telefonleitfaden und ein zweimaliges Nachfassen nach etwa fünf und nach etwa vierzehn Tagen. Der Kalender füllt sich dabei ohne zusätzliches Budget.
Der erste Fehler ist eine unklare Zuständigkeit. Wenn jeder Anfragen beantwortet, beantwortet sie am Ende zu langsam niemand. Es braucht eine benannte Person und eine benannte Vertretung.
Der zweite Fehler ist fehlendes Nachfassen. Ein Interessent, der nicht sofort buchen will, ist kein verlorener Interessent, sondern einer, dessen Entscheidung Zeit braucht. Zwei sachliche Kontakte sind zulässig und wirksam; sie dürfen nur nicht mit Preisanreizen arbeiten.
Der dritte Fehler ist die Vernachlässigung der Bestandspatienten. Ein sachlicher Hinweis auf eine fällige Auffrischung ist der günstigste Termin, den eine Praxis bekommen kann – und wird von Patienten in der Regel als Aufmerksamkeit erlebt, nicht als Werbung.
Für Erinnerungen und Nachfassen gilt die Datenschutz-Grundverordnung: Sie brauchen eine dokumentierte Einwilligung für Werbung per E-Mail oder Nachricht, und diese muss widerrufbar sein. Sachliche Terminorganisation ist davon zu unterscheiden, sollte aber sauber dokumentiert sein.
Inhaltlich bleibt das Heilmittelwerbegesetz maßgeblich, auch intern: keine Erfolgsaussagen, keine Preisanreize, keine Werbegaben. Wie sich das im Detail einordnet, steht in [Wie bleibt eine Praxis rechtssicher online sichtbar?](/artikel/wie-bleibt-eine-praxis-rechtssicher-online-sichtbar)
Interne Abläufe verändern sich nicht durch Wissen, sondern durch Entscheidungen: Wer ist zuständig, welche Antwortzeit gilt, was wird gemessen, was passiert bei Abweichung. Ohne diese vier Festlegungen kehren alte Muster innerhalb weniger Wochen zurück. Der Zusammenhang zur Führung steht in [Was passiert bei Praxismarketing ohne Führung?](/artikel/was-passiert-bei-praxismarketing-ohne-fuehrung)
Ein Signal ist eine steigende Terminquote bei unverändertem Budget. Ein zweites ist, dass Sie die durchschnittliche Antwortzeit Ihrer Praxis in Stunden benennen können. Ein drittes ist, dass Interessenten im Gespräch erwähnen, wie schnell sich jemand gemeldet hat – das ist in der ästhetischen Medizin ein häufiger Grund für die Entscheidung.
Praxisbeispiel: MyBeauty Clinic, Nürnberg – Umsatz verfünffacht. Interview und Einordnung.
Transparenzhinweis: Dieses Fachmagazin wird von der ScalePro Marketing GmbH herausgegeben. Die hier gezeigten Praxen sind Kunden des ScaleBeauty Systems. Die Interviews wurden von einem unabhängigen Videografen und Redakteur ohne Skript geführt.
Individuelle Ergebnisse. Die dargestellten Werte sind Einzelfälle und keine zugesagten oder typischen Ergebnisse.
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Kein Baukasten von der Stange: erst Praxisbesuch und Positionierung, dann ein Marketingsystem, das auf Ihre Praxis zugeschnitten ist. Sie sprechen dabei immer mit Dominik von Falkenhausen persönlich, nicht mit einem Account Manager. So arbeite ich
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