Von Dominik von Falkenhausen · Website & Conversion · 2026-03-14

Kurz beantwortet: Sie muss oben sofort zeigen, wer behandelt, was angeboten wird, wo die Praxis ist und wie man einen Termin bekommt. Dazu gehören eine eigene Seite pro Behandlung, mobile Bedienbarkeit, echte Fotos, kurze Ladezeit und ein datensparsames, DSGVO-konformes Formular.
Ihre Website hat eine Aufgabe: aus Unsicherheit einen Termin machen. Alles, was dabei nicht hilft, kann weg.
Eine Arztwebsite hat genau eine Aufgabe: aus Unsicherheit einen Termin machen. Alles, was dabei nicht hilft, ist Dekoration – auch wenn es gut aussieht.
Oben muss stehen, wer Sie sind, was Sie behandeln, wo Sie sind und wie man einen Termin bekommt. Kein Begrüßungstext, keine Bildergalerie ohne Aussage. Die meisten Besucher entscheiden hier, ob sie bleiben.
Sammelseiten mit zwölf Leistungen ranken nicht und überzeugen nicht. Jede relevante Behandlung braucht eine eigene Seite: Anlass, Ablauf, Dauer, Vorbereitung, Nachsorge, Risiken, Kostenrahmen, häufige Fragen. Genau diese Struktur bevorzugen auch KI-Systeme.
Die Mehrheit der Zugriffe kommt vom Telefon, oft abends. Große Schrift, kurze Absätze, tippbare Telefonnummer, ein sichtbarer Terminbutton ohne Scrollen. Wer hier spart, verliert genau die Interessenten mit dem stärksten Impuls.
Räume, Team, Behandler mit Namen. Stockfotos erkennt inzwischen jeder – sie kosten Vertrauen, statt es aufzubauen.
Ladezeit unter zwei Sekunden, saubere Überschriftenstruktur, Verschlüsselung, DSGVO-konformes Formular ohne unnötige Datenfelder, aktuelles Impressum und Datenschutzerklärung. Barrierearmut ist kein Zusatz, sondern zunehmend Pflicht.
Newsslider, animierte Zähler, Chatfenster ohne Besetzung, Bewertungswidgets ohne echte Bewertungen. Sie erhöhen die Ladezeit und lenken vom Termin ab.
Eine gute Praxiswebsite ist kein Auftritt. Sie ist ein Weg.
Denkbar wäre eine Praxis mit einer optisch aufwendigen Website, auf der die Telefonnummer erst im Impressum steht und alle Leistungen auf einer Seite zusammengefasst sind. Nach der Aufteilung in einzelne Behandlungsseiten, einem sichtbaren Terminbereich und echten Praxisfotos würde die Zahl der Kontaktaufnahmen bei gleichem Besucheraufkommen in der Regel deutlich steigen.
Zuerst festlegen, welche Behandlungen wirtschaftlich und fachlich zentral sind. Danach für jede eine eigene Seite mit fester Gliederung anlegen. Anschließend den oberen Bereich der Startseite auf Orientierung und Termin ausrichten. Danach echte Fotos anfertigen lassen. Zuletzt Ladezeit, Formular und Rechtstexte prüfen.
Erster Fehler: Die Website wird nach dem Geschmack der Praxis gestaltet statt nach dem Bedarf der Patienten. Besser ist, Entscheidungen an Fragen der Patienten auszurichten. Zweiter Fehler: Alle Leistungen stehen auf einer Seite. Besser ist eine Seite pro Behandlung. Dritter Fehler: Kontaktformulare fragen zu viele Daten ab. Besser ist Datensparsamkeit. Vierter Fehler: Nach dem Relaunch passiert nichts mehr. Besser ist eine regelmäßige Pflege.
Ein Anhaltspunkt ist ein steigender Anteil an Terminen aus dem Onlinekanal. Ein zweiter ist eine sinkende Absprungrate auf den Behandlungsseiten. Ein dritter ist, dass Anfragende sich auf konkrete Textstellen Ihrer Website beziehen.
Eine solide Praxiswebsite mit acht bis zwölf Behandlungsseiten kostet meist zwischen 5.000 und 15.000 Euro und braucht zehn bis sechzehn Wochen. Fotos schlagen mit 800 bis 2.500 Euro zu Buche. Sichtbarkeit in der Suche baut sich anschließend über sechs bis zwölf Monate auf.
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