Von Dominik von Falkenhausen · Klarheit & Einordnung · 2026-03-15 · Aktualisiert am 2026-10-05

Kurz beantwortet: Für die meisten Praxen tragen Google-Unternehmensprofil, Suchmaschinenoptimierung und die eigene Website den Großteil der Anfragen. Google Ads wirken schnell, aber nur solange bezahlt wird. Social Media stärkt Vertrauen, ist als direkter Akquisekanal aber schwach.
Zwei gut gepflegte Kanäle bringen mehr als fünf, die nebenherlaufen. Für Praxen sind das meist der Google-Eintrag und die eigene Website.
Für die meisten Praxen tragen drei Kanäle den Großteil der Anfragen: die Google-Suche, das Google-Unternehmensprofil und die eigene Website. Alles andere ist Ergänzung: sinnvoll, aber selten die Grundlast.
Der schnellste Hebel überhaupt. Vollständige Angaben, echte Fotos, aktuelle Zeiten, Leistungen, regelmäßige Bewertungen. Kostet nichts außer Pflege und entscheidet bei lokalen Suchen häufig alles.
Langsam, aber dauerhaft. Behandlungsseiten und Ratgeberinhalte, die reale Fragen beantworten, bringen nach sechs bis zwölf Monaten eine Grundlast, die nicht mit dem Budget verschwindet. Dieser Kanal ist zugleich die Basis dafür, in KI-Antworten überhaupt vorzukommen.
Schnell wirksam, planbar messbar, endet mit der Zahlung. Sinnvoll bei neuen Standorten, saisonalen Leistungen oder zur Überbrückung, bis die Suche trägt. Ohne funktionierende Zielseite verbrennt es Geld.
Gut für Vertrauen und Wiedererkennung, schwach als direkter Akquisekanal für erklärungsbedürftige Behandlungen. Lohnt, wenn eine Person in der Praxis das dauerhaft trägt, nicht als Pflichtübung.
Wichtig für Konsistenz: gleiche Adresse, gleicher Name, gleiche Nummer überall. Uneinheitliche Einträge schwächen die lokale Sichtbarkeit messbar.
Der am meisten unterschätzte Kanal. Erinnerungen, Nachsorgeinformationen und Kontrolltermine erzeugen Umsatz ohne neue Patienten, und sind rechtlich unkompliziert, solange eine Einwilligung vorliegt.
Nicht jeder Kanal muss bespielt werden. Zwei, die konsequent gepflegt werden, schlagen fünf, die nebenherlaufen.
Denkbar wäre eine Praxis, die gleichzeitig Instagram, Facebook, einen Blog und Google Ads betreibt, ohne für einen Kanal genug Zeit zu haben.
Nach der Konzentration auf Google-Profil, Behandlungsseiten und eine kleine Ads-Kampagne für die wichtigste Leistung würde der Aufwand sinken und die Zahl qualifizierter Anfragen in der Regel steigen.
Zuerst prüfen, woher die heutigen Anfragen kommen. Danach den Kanal ausbauen, der bereits trägt. Anschließend das Google-Profil vervollständigen, weil es am schnellsten wirkt.
Danach die Suche über Behandlungsseiten aufbauen. Zuletzt bezahlte Reichweite gezielt für eine einzelne Leistung testen.
Erster Fehler: Es werden zu viele Kanäle gleichzeitig bespielt. Besser ist, zwei konsequent zu pflegen. Zweiter Fehler: Bezahlte Werbung läuft auf eine schwache Zielseite.
Besser ist, zuerst die Seite zu verbessern. Dritter Fehler: Social Media wird als Akquisekanal überschätzt. Besser ist, es als Vertrauensaufbau einzuordnen.
Vierter Fehler: Bestandspatienten werden nicht angesprochen. Besser ist eine feste Erinnerungsroutine.
Ein Anhaltspunkt ist, dass Sie für jeden Kanal die ungefähren Kosten pro Anfrage kennen. Ein zweiter ist, dass ein Kanal ohne laufende Zahlung Anfragen liefert. Ein dritter ist ein sinkender Zeitaufwand bei gleichbleibender Anfragezahl.
Die Pflege des Google-Profils kostet etwa eine Stunde pro Woche. Suchmaschinenoptimierung braucht sechs bis zwölf Monate und meist einen mittleren vierstelligen Betrag zum Aufbau. Google Ads starten sinnvoll ab etwa 500 bis 1.500 Euro Mediabudget im Monat und wirken innerhalb weniger Tage.
Immer mehr Interessenten stellen ihre erste Frage nicht bei Google, sondern in einem KI-System.
Zitiert wird dort, was klar strukturiert, eindeutig zuordenbar und fachlich belastbar ist: eine Frage als Überschrift, eine direkte Antwort in den ersten Sätzen, benannte Verfasser, konsistente Angaben zur Praxis über alle Verzeichnisse hinweg.
Ein eigener Kanal im Sinne eines Werbeplatzes ist das nicht, wohl aber ein Ergebnis derselben Arbeit, die auch die Suche trägt.
Ohne einheitliche Bezugsgröße lassen sich Kanäle nicht bewerten. Sinnvoll sind zwei Zahlen pro Kanal: Kosten je Anfrage und Anteil der Anfragen, die zu einem Termin führen.
Ein Kanal mit teureren, aber passenden Anfragen ist besser als einer mit vielen unpassenden. Erfasst wird das am einfachsten über eine feste Frage beim Erstkontakt und eine kurze Monatsübersicht.
Ein Kanal, der über zwei Quartale weder Anfragen noch nachweisbares Vertrauen erzeugt und dauerhaft Zeit bindet, sollte beendet werden, nicht optimiert. Das gilt besonders für Netzwerke, die nur aus Pflichtgefühl bespielt werden. Die frei werdende Zeit ist in der Regel im Kanal besser investiert, der bereits trägt.
Bevor Budget in Reichweite fließt, lohnt der Blick auf die eigene Datenbasis: vollständige Angaben in Verzeichnissen, korrekte Öffnungszeiten, benannte Behandler mit Schwerpunkten, aktuelle Fotos.
Diese Arbeit kostet nur Zeit, wirkt auf alle Kanäle gleichzeitig und ist die Voraussetzung dafür, dass bezahlte Sichtbarkeit überhaupt in Termine übergeht.
Wie diese Kanäle in einer Arztpraxis zusammenspielen, erklärt der Beitrag Wie funktioniert Marketing für Ärzte?
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Praxisbeispiel: MyBeauty Clinic, Nürnberg: Umsatz verfünffacht. Interview und Einordnung.
Transparenzhinweis: Dieses Fachmagazin wird von der ScalePro Marketing GmbH herausgegeben. Die hier gezeigten Praxen sind Kunden des ScaleBeauty Systems. Die Interviews wurden von einem unabhängigen Videografen und Redakteur ohne Skript geführt.
Individuelle Ergebnisse. Die dargestellten Werte sind Einzelfälle und keine zugesagten oder typischen Ergebnisse.
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