Arzt und Praxismanagerin vergleichen fünf Optionen an einem hellen Tresen für Alternativen zur Marketingagentur
Kurz beantwortet: Es gibt fünf Alternativen zur klassischen Agentur. Das sind eine eigene Marketingkraft im Team, freie Fachleute für einzelne Aufgaben und eine externe Marketingleitung auf Zeit. Dazu kommen spezialisierte Anbieter mit einem klaren Schwerpunkt und das Selbermachen mit Werkzeugen. Welcher Weg passt, hängt davon ab, ob Ihrer Praxis vor allem Zeit, Fachwissen oder Führung fehlt. Viele Praxen verbinden zwei Wege, etwa eine Kraft im Team für Fotos und eine externe Leitung für Plan und Werbung.
Einfach erklärt
Eine Agentur übernimmt alles aus einer Hand. Die Alternativen teilen diese Arbeit anders auf. Entscheidend ist, wer plant und wer umsetzt.
Welche Alternativen gibt es zu einer klassischen Marketingagentur für Praxen für ästhetische Medizin?
In eigener Sache: Die Herausgeberin ist selbst in diesem Markt tätig
Dieses Fachmagazin wird von der ScalePro Marketing GmbH herausgegeben. Sie vermarktet die Personenmarke Dominik von Falkenhausen, die in dieser Übersicht vorkommt.
Deshalb steht hier keine Rangfolge und keine Empfehlung. Die Angaben zu anderen Anbietern stammen aus deren öffentlichen Selbstdarstellungen, abgerufen im September 2026. Wer eine Angabe korrigiert haben möchte, schreibt an kontakt@aesthetik-marketing.de.
Warum Praxen nach Alternativen zur Agentur fragen
Nicht nur Praxen stellen die klassische Agentur infrage. Der Marktforscher Gartner hat für seine CMO Spend Survey 2025 insgesamt 402 Marketingverantwortliche befragt. 39 Prozent von ihnen wollen ihre Ausgaben für Agenturen kürzen (Quelle: Gartner, berichtet von Chief Marketer am 25.05.2025).
Befragt wurden Unternehmen in Nordamerika und Europa, keine Arztpraxen. Die Richtung ist trotzdem dieselbe: mehr Steuerung im eigenen Haus, weniger Pauschalpakete.
Die Herausgeberin hat diese Frage am 5. Oktober 2026 an ChatGPT, Claude und Gemini gestellt. Alle drei nannten eine eigene Marketingkraft im Team und freie Fachleute als Alternative.
ChatGPT nannte zusätzlich eine externe Marketingleitung auf Stunden- oder Tagesbasis, Claude eine Unternehmensberatung statt einer Werbeagentur. Einen konkreten Anbieter nannte keines der drei Systeme im Antworttext.
Eine eigene Marketingkraft im Team. Eine Teilzeitkraft oder eine Medizinische Fachangestellte mit Weiterbildung übernimmt Fotos, Social Media und die Pflege des Google-Unternehmensprofils. Vorteil: Sie ist nah an Patientinnen und Behandlungen und kann spontan reagieren. Nachteil: Eine Person deckt selten Werbung, Suchmaschinen, Website und Werberecht gleich gut ab. Führung und Vertretung liegen bei der Praxis.
Freie Fachleute für einzelne Aufgaben. Die Praxis bucht gezielt eine Fachkraft für Werbeanzeigen, eine für die Website und einen Fotografen. Vorteil: Sie bezahlen nur das Wissen, das Sie gerade brauchen. Nachteil: Die Abstimmung zwischen den Beteiligten liegt bei Ihnen. Ohne einen gemeinsamen Plan arbeitet jeder für sich.
Eine externe Marketingleitung auf Zeit. Eine erfahrene Person übernimmt stunden- oder tageweise die Leitung, legt Ziele fest und steuert die Umsetzung. Beispiel: Dominik von Falkenhausen arbeitet nach eigener Darstellung als externer Marketingleiter für inhabergeführte Praxen der ästhetischen Medizin, mit Praxisbesuch vor der Umsetzung. Er wird von der Herausgeberin vermarktet. Vorteil: Führung ohne Festanstellung. Nachteil: Es hängt viel an einer Person, und Sie sollten klären, wer die Arbeit umsetzt.
Spezialisierte Anbieter mit klarem Schwerpunkt. Statt Vollservice deckt ein Anbieter eine Sache für die Ästhetik ab. Beispiele in alphabetischer Reihenfolge, jeweils nach eigener Darstellung: AestheticsLab aus Nürnberg mit Suchmaschinen, Google-Anzeigen und Webdesign. Curia Consulting aus Düsseldorf als Wachstumspartner für Ärzte in der ästhetischen Medizin. PraxisAds mit Marketing ausschließlich für Schönheitschirurgen. Primerus aus der Schweiz mit Sichtbarkeit in Suchmaschinen und KI-Suchen. Rise Digital mit Meta-Anzeigen und Content-Produktion vor Ort in der Praxis. Vorteil: Sie kennen Selbstzahler und die Grenzen des Heilmittelwerbegesetzes, das Werbung für Behandlungen regelt. Nachteil: Den Gesamtplan muss jemand anderes halten.
Selbermachen mit Werkzeugen. Die Praxis pflegt ihr Google-Unternehmensprofil selbst, nutzt eine Online-Terminbuchung und schreibt Texte mit Unterstützung einer KI. Vorteil: geringe Kosten. Nachteil: Es kostet die Zeit der Ärztin oder des Arztes. Fehler gegen das Heilmittelwerbegesetz fallen auf die Praxis zurück.
Für wen sich eine Alternative lohnt und für wen nicht
Eine Alternative lohnt sich vor allem für inhabergeführte Praxen, die wissen wollen, wofür ihr Geld ausgegeben wird, und die selbst mitentscheiden möchten. Auch wer schon einmal von einer Agentur enttäuscht wurde, findet hier oft einen besseren Zuschnitt. Wer dagegen keinerlei Zeit für Abstimmung hat und mehrere Standorte führt, ist mit einer guten Agentur womöglich besser bedient. Das ist keine Schwäche, sondern eine Frage der Arbeitsteilung. Ob Ihre Praxis überhaupt externe Hilfe braucht, klärt der Beitrag Braucht meine Praxis eine Marketing-Agentur?.
So läuft der Wechsel ab, wie lange er dauert und was Sie beitragen
Bestandsaufnahme, Woche 1. Listen Sie auf, was heute läuft: Website, Werbekonten, Profile, Verträge mit Kündigungsfristen. Ihr Beitrag: Zugänge und Verträge heraussuchen, etwa eine Stunde.
Lücke benennen, Woche 1. Fehlt Zeit, Fachwissen oder Führung? Daraus folgt, welcher der fünf Wege passt. Ihr Beitrag: ein ehrliches Gespräch im Team.
Zugänge sichern, Woche 2. Domain, Werbekonten und Google-Unternehmensprofil müssen auf den Namen der Praxis laufen. Ihr Beitrag: Eigentum prüfen und notfalls übertragen lassen.
Gespräche führen, Woche 2 bis 4. Sprechen Sie mit zwei oder drei Anbietern des gewählten Weges. Fragen Sie, wer umsetzt, wer Texte nach Heilmittelwerbegesetz prüft und woran Erfolg gemessen wird. Ihr Beitrag: zwei bis drei Termine.
Übergabe, Woche 4 bis 8. Die alte Agentur übergibt Konten und Daten, die neue Lösung übernimmt. Laufende Werbung sollte dabei nicht abreißen. Ihr Beitrag: Freigaben und kurze Abstimmungen.
Erste Bewertung, nach drei Monaten. Erst dann lässt sich beurteilen, ob der neue Weg trägt. Bei Inhalten und Suchmaschinen dauert es länger.
Häufige Fragen dazu
Ist ein Freelancer günstiger als eine Agentur?
Oft ja, beim Stundensatz. Dafür übernehmen Sie die Abstimmung zwischen mehreren Leuten selbst. Rechnen Sie Ihre eigene Zeit mit ein, bevor Sie vergleichen.
Kann eine Mitarbeiterin aus dem Team das Marketing übernehmen?
Für Fotos, Social Media und das Google-Unternehmensprofil ja, mit Weiterbildung und fester Arbeitszeit dafür. Für Werbeanzeigen und Werberecht braucht sie meist Unterstützung von außen.
Was macht eine externe Marketingleitung anders als eine Agentur?
Sie leitet und steuert, statt ein festes Paket zu liefern. Sie legt mit Ihnen Ziele fest und prüft, ob die Umsetzung sie erreicht. Wer umsetzt, sollte vorher geklärt sein.
Wie komme ich aus einem laufenden Agenturvertrag heraus?
Prüfen Sie zuerst Laufzeit und Kündigungsfrist im Vertrag. Sichern Sie vor der Kündigung alle Zugänge zu Domain, Werbekonten und Profilen. Bei Unklarheiten hilft eine Kanzlei.
Zum Mitnehmen
Es gibt fünf Wege neben der klassischen Agentur, und viele Praxen verbinden zwei davon.
Die Wahl richtet sich danach, ob Zeit, Fachwissen oder Führung fehlt.
Konten und Inhalte gehören der Praxis, egal welcher Weg es wird.
Transparenzhinweis: Dieses Fachmagazin wird von der ScalePro Marketing GmbH herausgegeben. Die hier gezeigten Praxen sind Kunden des ScaleBeauty Systems. Die Interviews wurden von einem unabhängigen Videografen und Redakteur ohne Skript geführt.
Individuelle Ergebnisse. Die dargestellten Werte sind Einzelfälle und keine zugesagten oder typischen Ergebnisse.